Unsere Geschichte

Niklas Grave

Ich wuchs als Sohn eines Dachdeckermeisters im familiären Betrieb auf. Während ich das Studium der Betriebswirtschaftslehre sowohl im Bachelor, als auch im Master bestritten habe, sammelte ich Erfahrungen in der Wirtschaftsprüfung, der Transaktionsberatung sowie Unternehmensfusionen /-übernahmen.

Von klein auf habe ich täglich hautnah den Alltag in einem mittelständischen Handwerksbetrieb miterlebt. Nach vielen Telefonaten, Kundengesprächen und dem alltäglichen Stress eines Kleinstunternehmers kam mein Vater oft erst spät zur Ruhe. Feiertage waren ein Wochentag wie jeder andere und auch im Urlaub wurde zum Hörer gegriffen. Zwischen meinen akademischen Stationen habe ich stets auf der Baustelle ausgeholfen und so insgesamt Monat für Monat einen tieferen Einblick in das Dachdeckerhandwerk erhalten. Nicht nur früh morgens oder spät abends am Esstisch, sondern auf dem Dach bei Sonne, Regen und Schnee.

Schon damals war oft das Thema, wieso es kleinen Betrieben so schwer gemacht wird. Über die Jahre haben wir erlebt wie wir frisch gekaufte Leitern TÜV-ähnlich prüfen mussten, oder die Mitarbeiter auf Einweisungen geschickt werden mussten, für Dinge, die Sie dem Prüfer wahrscheinlich selber besser hätten erklären können.

Gründer

Eines Abends kam das Gespräch auf, dass man doch die ganzen kleinen Betriebe aus unserer Stadt unter einem Dach vereinen sollte, mit einer zentralen Führung, die die administrativen Aufgaben übernimmt. Dadurch hätten die einzelnen Betriebe endlich wieder Zeit, sich auf die eigentliche Arbeit zu konzentrieren. Sie müssten sich nicht mehr durch ellenlange, in Beamtendeutsch verfasste, PDF-Dokumente kämpfen, keine stundenlange Diskussionen mit städtischen Beamten und Steuerberatern führen und die BG-Vorschriften wären längst im Hintergrund integriert. Dieser Gedanke hat mich seit dem nicht mehr losgelassen. Zu groß ist die Last, die auf den Schultern der Handwerker ruht, die bürokratisch mit der gleichen Härte getroffen werden, wie gestandene Konzerne. Ein Inhaber eines kleinen Betriebes verbringt durchschnittlich 60% - 70% seiner wöchentlichen Arbeitszeit mit reiner Verwaltung.

Die jahrelange Beobachtung dieser Missstände, gepaart mit dem Wille etwas zu verändern haben mich schließlich dazu gebracht endlich dem Handwerk das zu geben, was wir uns damals gewünscht haben. Unterstützung, Gerechtigkeit und Stärke. Viele Begriffe eignen sich um die Idee dahinter zu verdeutlichen, aber der, der mir als erstes in den Sinn kommt, ist: Zusammenhalt.

Deshalb will ich Ihnen als Inhabern die Möglichkeit geben, sich das ein oder andere weiße Haar zu sparen und abends früher unter die Dusche zu springen. Indem Sie sich darauf verlassen können, dass Sie nichts weiter tun müssen, als das, wofür Sie sich damals entschieden haben - die Handwerkskunst der Dachdeckerei zu leben. Die Zeit ist gekommen, sich nicht mehr stundenlang hinter dem Schreibtisch mit Papierkram zu beschäftigen, sondern endlich mit klarem Kopf und einem Grinsen im Gesicht mit den Kollegen auf dem Dach zu stehen.